Fachwissen

BERÜHMTE DIAMANTEN

Der Cullinan Diamant

Mit einem beeindruckenden Gewicht von 3.106 Carat ist der Cullinan der größte jemals gefundene Rohdiamant. Entdeckt wurde das Prunkstück am 26. Januar 1905 in der Premier-Mine in Südafrika. Benannt nach seinem Minenbesitzer, Sir Thomas Cullinan, wurde der Diamant zur Verarbeitung den Amsterdamer Asscher Brother zugesandt. Joseph Asscher spaltete ihn nach vielen misslungenen Versuchen schließlich in neun große und 96 kleine Diamanten. Die neun großen wurden später zu Kronjuwelen.

Der Excelsior Diamant

Beachtlich und imposant. Als der 995,2 Carat große Rohdiamant von einem südafrikanischen Minenarbeiter in der Jagersfontein-Mine 1893 gefunden wurde, war diesem wohl gleich bewusst, welchen Schatz er dort ausgrub. Denn er verbarg den Diamanten vor den Aufsehern und übergab ihn direkt an die Minenleitung, die ihn mit 500 £ dafür belohnten.

Der Excelsior bestach durch seine außergewöhnliche Farbe mit leichtem Blauschimmer. Den Namen allerdings verdankt er seiner Form: auf der einen Seite zeigte sich eine eher flache, auf der anderen Seite eine empor ragende Form. Abraham Asscher zerteilte den Excelsior schließlich in 21 einzelne Diamanten, wovon die elf größten “Excelsior I-XI” benannt wurden.

Amethyst

Der Amethyst ist wohl der begehrteste Edelstein aus der Gruppe der Quarze. Im Griechischen bedeutet er soviel wie unberauscht, dem Rausche entgegenwirkend. Die Farbskala bei violetten Amethysten reicht von rosa bis violett. Besonders schön sieht ein gleichmäßig gefärbter, dunkel violettfarbener Edelstein aus. Wird der Amethyst bei 500 bis 700 Grad bestrahlt, entstehen hellgelbe, rotbraune, grüne oder farblose Varietäten. Farbursache ist hier das Eisen. Der Amethyst besitzt eine Mohshärte von 7 und ist dadurch besonders widerstandsfähig. Große und klare Amethyste, die zu Schmucksteinen verarbeitet werden können, sind sehr selten und kostbar. Zu den bekanntesten Fundorten zählen Brasilien, Madagaskar, Sambia, Uruguay, aber auch in Idar Oberstein gibt es einen bekannten Fundort, der heute noch zu besichtigen ist. Im Handel sind häufig auch sogenannte Amethyst Drusen erhältlich, die zum Beispiel aus Brasilien und Madagaskar kommen. Die Drusen bestehen aus einer Schicht Chalcedon mit einem Hohlraum in der Mitte, in dem sich Kristalle gebildet haben. Eine Quarzvarietät ist der Ametrin, der zu einem Teil aus Amethyst, und zum anderen Teil aus Citrin besteht.

Beryll / Edelberyll

Der Name Beryll ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Arten von Edelsteinen, die sich im chemischen Aufbau gleichen. Der wohl bekannteste Beryll ist die grüne Varietät – Smaragd, sowie der hellblaue Beryll – Aquamarin. Alle anderen Farben werden unter dem Oberbegriff Edelberylle zusammengefasst. Für die Bildung von Beryllen sind starke Anreicherungen des in der Erdkruste sehr seltenen Elements Beryllium notwendig. Für die Bildung von Smaragden wird zusätzlich noch das Farbgebende Element Chrom benötigt. Berylle werden hauptsächlich in Brasilien, Kolumbien und Sambia gefunden. Augenreine Edelsteine der Berylle sind selten und äußerst wertvoll. Die Bezeichnung Morganit verwendet man seit 1911 – damals erhielt ein rosafarbener Beryll zu Ehren des amerikanischen Bankiers John Pierpont Morgan, einem leidenschaftlichen Edelsteinsammler, diesen Namen. Eine weitere Varietät ist der stachelbeerrot bis violett aussehende Beryll, der früher als Bixbit bezeichnet wurde, und heute als Roter Beryll bekannt ist. Berylle zählen zu den wertvollsten Edelsteinen überhaupt. Für die durchscheinenden Varianten eignet sich der Facettenschliff am besten, für die opaken ein Cabochonschliff.

Brillant

Die Bezeichnung Brillant ohne Zusatz darf sich nur auf einen Diamanten mit Brillantschliff beziehen.

Brillantschliff

Unter dem Begriff Brillantschliff ist die runde Schliffform zu verstehen, die im Oberteil mindestens 33 Facetten (Tafel inbegriffen) und im Unterteil mindesten 24 Facetten (Kalette nicht inbegriffen) also mindestens 57 Facetten aufweist. Hierbei kommt es auf die Anzahl und Größe sowie die Lage der Facetten zueinander an.  Er ist  ursprünglich für den  Diamanten in Abhängigkeit zu seinem Lichtbrechungsindex von 2,417 entwickelt und berechnet worden und dient dazu, die Brillanz des Diamanten erhöhen.

Carat

Carat (abgekürzt ct) ist die Gewichtseinheit für Edelsteine. 1 Carat entspricht einem Gewicht von 0,2 Gramm.

CIBJO

CIBJO steht für die Internationale Vereinigung Schmuck, Silberwaren, Perlen und Steine (aus dem Französischen „Conféderation International de la Bijouterie, Jouaillerie, Orfèvrerie des Diamantes, Perles et Pierre“ oder auch „World Jewelry Confereration“ genannt). Sie ist eine internationale Handelsorganisation, deren vorrangiges Ziel die Vereinheitlichung und Harmonisierung der Deklarationsbestimmungen ist. Zudem ist sie offiziell als Nichtregierungsorganisation (NGO) anerkannt und vertritt dort die Interessen des Weltschmuckverbandes bezüglich der Verbesserung von Verbraucherschutzaspekten.

Citrin

Der Citrin ist nach seiner zitronengelben Farbe benannt. Der Citrin gehört zu der Gruppe der Quarze. Farbgebende Substanz ist Eisen. Je nach Herkunft können Citrine eine zitronengelbe Farbe annehmen, die bis hin zu Grün, Braun und Orange variiert. Man unterscheidet fünf unterschiedliche Citrin Typen mit jeweils unterschiedlichen Färbungen und farbgebenden Ursachen. 1. Grünlich gelbe Citrine – ein natürlich gefärbter Rosenquarz, der bestrahlt wurde. 2. Aluminiumhaltige Quarze, die natürlich gelb sind und durch Bestrahlung die Farbe verstärken. 3. Eisenhaltige gelb-orangefarbene Citrin Edelsteine, die in Ametrin oder Amethysten vorkommen. 4. Gelbe bis orange braune Amethyste, die bei ca. 470 Grad Erhitzung zum Citrin gebrannt werden. 5. Citrin aus Quarzen, die eisenhaltig sind und synthetische Varianten, die künstlich gezüchtet werden.

Clarity

Die Reinheitsgrade werden durch Ermittlung der entsprechenden inneren Merkmale erhalten. Hierbei wird der Diamant mit einer 10 x vergrößernden Lupe graduiert. Ein Diamant wird als lupenrein bezeichnet, wenn für eine erfahrene Fachperson mit der 10x vergrößernden Lupe keine inneren Merkmale erkennbar sind.

Int. Abk. Int. Begriff Deutsche Entsprechung Definition
Wenn die geübte Fachperson bei 10-facher Vergrößerung
LC Loupe-Clean Lupenrein Nichts zu erkennen
VVS Very very small internal characteristics Sehr sehr kleine innere Merkmale Sehr schwer bis schwer zu erkennen
VSI Very small internal characteristics Sehr kleine innere Merkmale Ziemlich schwer bis leicht zu erkennen
SI Small internal characteristics Kleine innere Merkmale Sehr leicht zu erkennen
Größe, Position, Anzahl und Helligkeit der inneren Merkmale bestimmen die Unterscheidung.

Colour

Diamanten werden auf ihre Hinsicht zu 2 Gruppen unterteilt:

  1. Farblose bis helle gelbe Diamanten, Diamanten mit einem gelben Farbton, möglicherweise auch blass bräunliche, graue oder grünliche Abweichungen.
  2. Farbige Diamanten: Alle Diamanten, die dunkler als hell gelb sind sowie alle Diamanten anderer Farben bzw. Farbtöne.
Int. Begriff GIA Bez. IDC Bez.
River D + E Hochfeines Weiß
Top Wesselton F + G Feines Weiß
Wesselton H Weiß
Top Crystal I Leicht getöntes Weiß +
Crystal J Leicht getöntes Weiß
Top Cape K + L Getöntes Weiß
Cape - Yellow M - Z Getönt

Der Diamant

Der Diamant ist ein natürliches Mineral. Die alten Griechen nannten ihn „adamas“, was der Unbezwingbare bedeutet. Seine Härte 10 auf der Mohs`schen Härteskala ist in der Edelsteinwelt unübertroffen. Er ist das härteste Mineral unserer Erde und das einzige, das nur mit sich selbst bearbeitet werden kann. Der Diamant besteht nur aus einem einzigen Stoff, aus reinem Kohlenstoff.

Facette

Die Facette ist eine der geschliffenen Flächen beim Diamanten. Erst durch die Größe und die Anordnung der Facetten in einem bestimmten Winkelverhältnis zueinander, kann das einfallende Licht optimal reflektiert und die Brillanz maximiert werden.

Schliff (Cut)

Wenn man vom optischen Eindruck der geschliffenen Edelsteine ausgeht, kann man diese in 3 Hauptkategorien unterteilen.
  1. Facettenschliff: Der Facettenschliff wird hauptsächlich bei durchsichtigen Edelsteinen angewendet, kleine Flächen werden so angelegt, dass Sie den Lichtstrahl optimal reflektieren. Diese visuelle Erscheinung tritt besonders beim Brilliantschliff nach vorne, da die Reflexion hier optimal ist. Das Erscheinungsbild nennt man das Feuer eines Edelsteins.
  2. Glattschliff: Diese Schliffart wir meistens bei undurchsichtigen Edelsteinen verwendet, genannt Cabochonschliff. Wo nur die sonst unscheinbare Oberfläche eines undurchsichtigen Edelsteins sichtbar, belebt, verdeutlicht oder verschönt werden soll, genügt meist eine ebene Schleiffläche.
  3. Gemischter Schliff: Dieser Schliff ist eine Kombination aus oben genannten Schliffarten, so trägt der Edelstein beispielsweise auf dem oberen Teil einen Facettenschliff, auf der anderen ist er rundlich, glatt oder eben.
  Bereits im Jahre 1910 wurde der Idealschliff für Edelsteine gefunden, Mathematisch wurde eine optische maximale Lichtreflexion mit jeweils 57 Facetten entwickelt. Ausschlaggebend ist hier das spezielle Winkelverhältnis von Facette zu Facette.

Gemmologie (Edelsteinkunde)

Die Gemmologie ist die Lehre, die sich mit den Edelsteinen befasst. Sie behandelt auf mineralogischer Grundlage Entstehung, Vorkommen, Eigenschaften und Bestimmung der Edelsteine sowie deren Unterscheidung von Synthesen und Imitationen.

Karat

Karat (abgekürzt kt) wird zur Angabe des Feingehalts von Gold verwendet und gibt die Größe des Anteils des Goldes an der Gesamtmasse einer Metalllegierung an. 1 Karat entspricht einem Gewicht von 0,2 Gramm. Feingehaltsangaben in Karat bei Gold sind beispielsweise:

18 Karat, Handelsbezeichnung auch Gold 750, bedeutet 75% Feingehalt Gold

14 Karat, Handelsbezeichnung auch Gold 585, bedeutet 58,5 % Feingehalt Gold

Konfliktdiamanten

Ein Konfliktdiamant, auch Blutdiamant genannt, ist nach der Definition des Kimberley-Abkommens ein Diamant, mit dessen Erlös gewalttätige Konflikte finanziert werden. Um zu verhindern, daß solche Diamanten auf legale Märkte gelangen, haben die wichtigsten Länder, in denen Rohdiamanten gefördert oder gehandelt werden, im Rahmen des „Kimberley-Prozesses“ ein Regulierungssystem für den internationalen Handel mit Rohdiamanten eingerichtet, das am 1.1.2003 in Kraft getreten ist.

Mohs´sche Härteskala

Die Härte ist der Widerstand, den ein Mineral einer mechanischen Beanspruchung entgegensetzt. Die Mohs´sche Härteskala geht auf den Mineralogen Friedrich Mohs (1773-1839) zurück. Er bestimmte im Jahre 1820 die „Ritzhärte“ von 10 Mineralien in steigender Reihenfolge. Diese Reihe ist so aufgestellt, daß jedes Mineral das nächst niedrigere ritzt, selbst aber vom nächst höheren angegriffen wird. Der Diamant ist mit dem Härtegrad „10“ das härteste Mineral auf der relativen (nicht linear) ansteigenden Skala, die von 1-10 geht.

Mondstein

Der Mondstein gehört zur Gruppe der Feldspate und ist eine Varietät des Orthoklas. Sein Name bezieht sich auf seinen besonderen bläulich-weißen Lichtschimmer, der an den geheimnisvollen Schein des Mondlichts erinnert. Der klassische Mondstein wird hauptsächlich in Sri Lanka abgebaut – er ist meist milchig-weiß bis nahezu transparent. Mondsteine, die aus Indien stammen, sind meist trübe. Am eindrucksvollsten ist der Mondstein in Form eines Cabochonschliffs, weil hier sein besonderes Farbspiel (Adularisieren) am besten zur Geltung kommt. Die gewölbte Oberfläche bewirkt ein geheimnisvolles Schimmern. Dieses besondere Schimmern wird als Adulareszenz beschrieben – je nach Bewegung des Edelsteins verändert dieser ständig sein Erscheinungsbild. Durch eingelagerte Albitschichten werden die einfallenden Lichtstrahlen auf faszinierende Art und Weise wieder reflektiert.

Peridot

Der Peridot gehört zur Olivingruppe, synonym auch Chrysolith. Der Peridot/ Olivin kam durch Kreuzfahrer nach Europa. Zur Zeit des Barock war er der Lieblingsstein seiner Epoche und Peridot Schmuck war wegen seiner beeindruckenden grünen Farbgebung äußerst beliebt. Der Peridot zeichnet sich aus wegen seiner besonders reinen und transparenter grüner Farbe. Der Olivin trägt seinen Namen wegen seiner grünen Farbe, nach dem lateinischen Wort oliva= Olive und bezieht sich auf die olivgrüne Farbe. Der Peridot/Olivin existiert ausschließlich in grünen Varietäten. Damit ist er einer der wenigen Edelsteine die es nur in einer Farbe gibt. Das Farbgebende Element ist hier das Eisen. Im Cabochon Schliff zeigt der Stern-Peridot einen vier oder sechssrahligen glänzenden Stern. Peridot/Olivin Edelsteine mit diesen Lichteffekten sind besondere Lichteffekte, äußerst selten und kostbar. Historisch wichtigeste Lagerstätte im Roten Meer auf der Vulkaninsel Zebirget, 300 km östlich von Ägypten. Wurde schon vor 3500 Jahren ausgebeutet. Im Jahre 1900 wurde dieses Gebiet wieder entdeckt. Heute keine Ausbeute mehr. Die wichtigsten Vorkommen findet man heute in Myanmar, Australien, Brasilien und Tansania.

Prasiolith

Der Prasiolith (griechisch = lauchgrüner Stein) kommt sehr selten vor. Er wird durch das Erhitzen von violetten Amethysten oder gelblichen Quarzen gewonnen. Hauptfundorte sind die Mine Gerais in Brasilien und Minen in Arizona.

Rauchquarz

Der Rauchquarz gehört zur Gruppe der Quarze. Quarz steht für das slawische Wort hart, und beschreibt damit gleichzeitig die relativ große Härte der gesamten Quarz-Gruppe. Der Rauchquarz trägt seinen Namen wegen seiner rauchigen Farbe. Sehr dunkle Steine werden als Morion bezeichnet. Die Farbursache für den Rauchquarz ist die natürliche oder künstliche Gammastrahlung.

Rohdiamanten

Ein Rohdiamant ist ein ungeschliffener und unbearbeiteter Diamant. Selbst die erfahrensten Diamant-Experten können die Qualität eines Diamanten in seinem Rohzustand nicht bewerten. Erst durch den Schliff und die Polierung zeigt sich die Qualität und die Reinheit des Edelsteins. Entscheidend ist vor allem die kompetente Arbeit der Diamantenschleifer.

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Die Rohdiamanten entstanden vor mehreren Milliarden Jahren im Erdinneren. Nur unter enormen Druck und hohen Temperaturen konnte das härteste, natürlichste Material der Erde entstehen. Beeindruckend dabei: Sie bestehen aus nur einem chemischen Element – nämlich Kohlenstoff. Durch vulkanische Aktivitäten kamen sie allmählich an die Erdoberfläche. Heute werden Sie in mehr als 20 Ländern gefördert.

Rosenquarz

Die vielfältigen rosa Farbnuancen gaben dem Rosenquarz seinen Namen. Farbgebende Substanzen sind Titan und Mangan. Kleine Rutilnadeln verursachen teilweise bei Cabochonschliffen sechsstrahlige Sterne. Für den Facettenschliff eignen sich ausschließlich klare Edelsteine.

Tafel

Die Tafel stellt die größte Facette des Edelsteins dar und ist zugleich die Oberfläche des Diamants. Je nach Diamantschliff und die dadurch entstehende Größe der Tafel ermöglicht sie den Einblick in die Vielzahl der Facetten. Das World Diamant Council (WDC) stuft die optimale Größe der Tafel bei 56 - 66% als 'sehr gut' ein.

Topas

Der Name Topas leitet sich höchstwahrscheinlich von einem Fundort auf der Insel Zebirget im Roten Meer ab. Der Topas ist ein Edelstein, der in einer sehr großen Farbvielfalt vorkommt. Die Palette reicht von farblos über gelb, braun, grün, violett, bis blau. Dabei ist der Blautopas ein besonders edler und wertvoller Edelstein, der äußerst begehrt ist. Seinen Farbreichtum hat der Topas dank unterschiedlichster Oxidationsstufen von Chrom bzw. Eisen. Wichtigste Farbursache sind bei Topasen jedoch sogenannte Farbzenten – Defekte im Kristallgitter. Heute sind alle Blautopase behandelt – sie werden entweder erhitzt oder bestrahlt.

Turmalin

Der Turmalin ist als Edelstein bereits seit der Antike im Mittelmeerraum bekannt, nach West- und Mitteleuropa wurde er allerdings erst 1703 von Holländern eingeführt. Holländische Seefahrer waren es auch, die dem Turmalin seinen Namen gaben. Als wertvollster Edelstein gilt heute der Paraiba Turmalin – er kann unter Umständen teurer als ein Diamant sein. Farbgebendes Element ist die Kombination aus Kupfer und Mangan. Seinen Namen Paraiba verdankt der türkisfarbene Turmalin dem Bundesstaat Paraiba in Brasilien, wo er gefunden wurde. Die Turmaline bilden eine Mischkristall-Gruppe, die in einer Vielzahl von Farben erhältlich sind. Die Farbpalette reicht von farblos bis hin zu den Farben Rosa, Rot, Gelb, Grün, Blau und Schwarz. Wichtigste Vorkommen befinden sich im Brasilien, Madagaskar, Namibia und Kenia. Mit einem Turmalin erwerben Sie nicht nur einen besonders schönen Edelstein, sondern investieren in eine Wertanlage.

Unterteil

Der Unterteil ist der unter der Rundiste – also der umlaufenden Kante zwischen Ober- und Unterteil – liegende Teil des Edelsteins.

Vier C

Zur Bewertung der Qualität eines Diamanten werden die 4C's zur Bestimmung herangezogen. Die 4C's stehen für 'Carat, Colour, Clarity und Cut' – siehe Carat, Colour, Clarity, Cut. Umso besser diese vier Kriterien erfüllt sind, umso höher ist der Wert des Diamanten. Denn erst durch die Erfüllung dieser Voraussetzungen erstrahlt das bemerkenswerte Feuer des Diamanten in seiner ganzen Pracht.

Zertifikat

Im Allgemeinen versteht man unter einem Zertifikat eine Beglaubigung oder Bescheinigung. In einem Zertifikat der Firma fenimi GmbH werden die wichtigsten Angaben zum Schmuckstück sowie die Echtheit und Qualität der Edelsteine wie Clarity, Colour, Cut und Carat schriftlich bescheinigt.